Deutschland
Um...
Nils Henning
Als Mitgründer und ehemaliger Geschäftsführer der NIDISI gGmbH mit Fokus auf regenerative Wirtschaftsweisen entwickelt Nils am REGWI Institut für Regeneratives Wirtschaften Bildungsprogramme und verantwortet die Etablierung des terrabella-Ansatzes auf dem deutschen Markt.

Seine Karriere
Mit zwanzig Jahren wurde mir klar, dass ich Politik und Wirtschaft für ihre Rolle bei gesellschaftlichen Missständen kritisierte, selbst aber nicht nach den Werten lebte, die ich mir wünschte. Gandhis Satz, man solle selbst die Veränderung sein, die man sich für die Welt wünscht, hat mich damals tief getroffen. Ich änderte meine Lebensweise grundlegend und entschied, meinem Leben den Sinn zu geben, nachfolgenden Generationen eine gesündere und friedlichere Welt zu hinterlassen. Diesem Ziel folge ich seitdem auf unternehmerischem und akademischem Weg.
Station für Station lernte ich die Wirtschaft von innen kennen, in einem Pharma-Konzern, einem Ingenieurbüro und im ökologischen Lebensmitteldachverband. Jede dieser Erfahrungen zeigte mir ein Stück mehr, wie eng Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft miteinander verflochten sind und wie selten diese Verflechtung in Entscheidungen tatsächlich mitgedacht wird. 2016 gründete ich mit Kommiliton:innen NePals e.V., einen gemeinnützigen Verein, der in Nepal Projekte zu Plastikrecycling, Menstruationsgesundheit und Trinkwasserversorgung umsetzte. 2021 wandelten wir den Verein in die NIDISI gGmbH um, ein Sozialunternehmen in Verantwortungseigentum. Diese Gründung hat mich gelehrt, dass Profite als Mittel eingesetzt werden können, um soziale und ökologische Systeme aktiv in ihrer Lebendigkeit und Lebensfähigkeit zu fördern, statt sie lediglich als Selbstzweck zu betrachten.
Parallel zur unternehmerischen Arbeit zog es mich an zwei Universitäten, die beide auf ihre Weise mein Denken beeinflusst haben. An der Zeppelin Universität studierte ich „Soziologie, Politik und Ökonomie" und begann in meiner Bachelorarbeit, die Grundannahmen des westlichen Weltbildes zu hinterfragen. Im Masterstudium „Power, Conflict, and Ideas" an der University of British Columbia setzte ich mich intensiv mit der neoliberalen Variante des Kapitalismus auseinander.
Beide Wege, das unternehmerische Handeln und das akademische Denken, laufen heute beim REGWI Institut, dem Institut für Regeneratives Wirtschaften, zusammen. Dort bringe ich meine Erfahrungen und Fähigkeiten ein, um zwischen Forschung, Bildungsarbeit und unternehmerischer Umsetzung Brücken zu bauen. Über das REGWI Institut ist auch die Partnerschaft mit terrabella entstanden, im Rahmen derer ich den terrabella-Ansatz für naturbasierte Anpassungslösungen auf dem deutschen Markt mit aufbauen darf. Für mich schließt sich damit ein Kreis, der vor vielen Jahren mit der Frage begann, wie ich mithelfen kann, den nachfolgenden Generationen eine gesündere und friedlichere Welt zu hinterlassen.



